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Unser Dorf hat Zukunft (1)

 

Jury weiß: Haßfelden hat Zukunft

 

Veränderungen in vergangenen Jahren und Engagement der Bevölkerung gewürdigt

 

Ein Dorf, in dem der Blick nach vorne gerichtet ist, in dem aber die Wurzeln nicht vergessen werden, das ist Haßfelden. Kein Wunder, dass dieser Teilort von Wolpertshausen jetzt für den Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" zugelassen wurde.

 

[JÖRG HENSEL]

 

WOLPERTSHAUSEN  Dass Haßfelden ein schmuckes Dorf ist, wissen Einwohner und Besucher gleichermaßen schon lange. Doch jetzt haben sie es schwarz auf weiß. Denn kürzlich war eine Kommission in dem Dorf unterwegs. Die Jury ist auf der Suche nach den schönsten Orten in Baden-Württemberg-und wurde in Haßfelden, zwischen Ilshofener Ebene und Hohenloher Ebene direkt an der Autobahn A 6 gelegen, fündig. Nur drei Orte im Nordosten Baden-Württembergs haben sich für den 22. Landeswettbewerb qualifiziert: neben Haßfelden sind das Niederalfingen, ein Teilort Hüttlingens im Ostalbkreis, und Kützbrunn, Stadtteil von Grünsfeld im Main-Tauber-Kreis.

Beim Bezirksentscheid kam es jedoch nicht nur auf „die Optik" an wie etwa die Grüngestaltung und -entwicklung, die Baugestaltung und -entwicklung oder die Einbettung des Dorfes in die Landschaft. Auch das Engagement bei sozialen

und kulturellen Aktivitäten war gefragt oder vorbildliche Beispiele bürgerschaftlicher und kommunaler Leistungen sowie wirtschaftliche Initiativen.

Da kam die Jury in Haßfelden gerade recht. Der kleine Ort hat in den vergangenen Jahren mit dem Engagement bei der „Grünen Gemeinde" oder beim „Tag der offenen Gartenpforte" auf sich aufmerksam gemacht.

Obstwiesen neu angelegt

So kam der großer Erfolg, die Zulassung zum Landeswettbewerb, für Wolpertshausens Bürgermeister Jürgen Silberzahn auch nicht ganz überraschend. Er verweist auf Aktivitäten in und um Haßfelden in den vergangenen Jahren, etwa Dorfentwicklung, Flurbereinigung, Straßenumgestaltung mit Wasserversorgung und Abwasserleitungen oder die Gestaltung von privaten Flächen. Neue Streuobstwiesen wurden am Ortsrand angelegt.

Darüber hinaus verlief der Umbruch vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zur Wohngemeinde mit Gewerbebetrieben harmonisch, ja, es siedelte sich mit dem Betrieb Schilling, bekannt durch seine Wollschweine, in jüngster Zeit wieder ein landwirtschaftlicher Betrieb an. Das gewerbliche Spektrum ist breit, es reicht vom traditionellen Handwerk, vertreten durch einen Schmied, bis zur modernen Edelstahlschmiede.

Haßfelden mit seinen gerade mal rund 100 Einwohnern zeigt sich auch im Umwelt- und Energiebereich auf modernem Stand, etwa mit Photovoltaik- und Biogasanlagen.

Aktivitäten der Einwohner

Beeindruckt zeigte sich die Jury aber auch vom Engagement der Bevölkerung. So werden das jährliche Open-Air oder das Maibaumfest, der Lauf der Rollenbuben an Heiligabend oder der „Tag der offenen Gartenpforte" eigenverantwortlich organisiert. „Da braucht's niemandem im Rathaus, der sagt, dass man dies oder jenes machen sollte", erklärt Bürgermeister Silberzahn. „Die Haßfeldener machen vieles selber", lobt er die Aktivitäten aus der Bürgerschaft. Auffallend: Sowohl Alteingesessene als auch Neubürger werden aktiv, wenn es um ihr Dorf geht.

Die Bezirkskommission, die Haßfelden und andere Ortschaften besuchte, setzte sich aus Vertretern regionaler Verbände und der öffentlichen Verwaltung zusammen: Gemeindetag, Württembergischer Gärtnereiverband, Verband für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg sowie Landfrauenverband Württemberg-Baden bildeten unter dem Vorsitz des Regierungspräsidiums Stuttgart die Jury. Der Landesentscheid wird Mitte September stattfinden - dann unter Leitung des baden-württembergischen Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum. Die Siegerehrung wird schließlich am 25. November in Böblingen sein.

 

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlags Haller Tagblatt (20. Juli 2006)

Bilder vom Besuch können Sie hier anschauen: impressionen.hassfelden.de/html/bezirksentscheid.html