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Geschichte

Haßfelden

(Auszug aus der Oberamtsbeschreibung von 1848)

 

Haßfelden, früher Hostoldesfelden, Hastolzfelden, Hastisfelden und Hastenfelden, Pfarrweiler mit 162 Einwohnern, worunter 1 Kath., 22 Gemeinderechten und 44 M. vertheilten und 39 3/8 M. unvertheilten Allmanden, liegt auf der Hochebene und hat mehrere wohlbemittelte Einwohner. Es sind zwei Schildwirthschaften im Orte. – Derselbe bildet mit den Bewohnern des hörlebacher Landthurms eine eigene Pfarrei, hat eine schlechte Kirche, die des Neubaues bedarf, ein 1838 neu erbautes Pfarrhaus und ein 1839 neugebautes Schulhaus. An der unscheinbaren, kleinen, 1701 erbauten Kirche und dem Pfarrhaus hat wegen Comburgs der Staat, an dem schon 1650 erwähnten Schulhaus die Gemeinde die Baulast. Das Patronatrecht hat, von Comburg her, der Staat. Auch ist ein Gemeinde- und Hirtenhaus vorhanden. Das Stiftungsvermögen wurde 1837 neu gebildet.

Wignands Schenkung 1090 an Comburg von Gütern zu Hilsolvestatt dürfte wohl unsern Ort betreffen. Im Jahr 1359 verkauft Hermann v. Neuenstein an Hermann Colmar, Domherrn zu Basel, 2 Güter, die 1384 von Claus Schneewasser zu Hall an das Kloster Comburg kamen, an welches 1394 Egon Sieder und Heinrich Keck, 1393 Ulrich v. Heimberg und Heinrich Eberhardt, 1399 Ulrich v. Gailenkirchen und 1402 Wilhelm v. Stetten alle ihre Besitzungen hier und in Atzmannsdorf verkaufen. Comburg veräußert sie aber 1521 (17 Höfe, wovon 6 zu Atzmannsdorf) an Hall, wohin auch 1537 Ludwig v. Morstein und 1539 Apollonia, Werners v. Stetten Wittwe ihre Besitzungen (wahrscheinlich sind dies die bielriether) verkaufen; auch der Heilige von Steinach verkauft die seinigen 1599 an Hall; ebenso 1564 Graf Ludwig Casimir zu Hohenlohe und 1587 Junker Hans Conrad v. Absperg. – Mit der Reformation waren auch die 1 ½ Höfe an die Stadt gekommen, welche 1370 Hans Lecher an das haller Barfüßerkloster verkauft hatte.

Markgraf Achilles v. Ansbach brannte 1449 den Ort nieder.

Die Pfarrei ist alt. Schon 1248 bestätigte der Papst dem Kloster Comburg das Patronat. Da 1528 unter haller Autorität die Pfarrbesoldung geregelt ward, so scheint die Reformation schon eingeführt gewesen zu seyn. Von nun an übte Comburg nur noch die Nomination, Hall aber die Examination aus.

Auf der Markung, über der Klinge am Wege nach Altenberg, stand eine Burg, von der nichts weiter bekannt ist, als dass sie den Strüllern, genannt Alt von Altenberg, gehört haben soll. Auch lag auf derselben ein kleiner See und der schon oben genannte  abgegangene Ort Atzmannsdorf, wovon der Zehente dem deutschen Hause zu Mergentheim gebührte. Conrad von Vellberg, Bürger zu Hall, vermacht 1342 ein Gut zu Atzmannsdorf, allen seinen Harnisch und alle seine Reitpferde dem Heiligen zu St. Michael in Hall.